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Wurzburg, Germany

Schürfgruben in Würzburg: Geotechnische Aufschlüsse für den Baugrund

Die geologischen Verhältnisse in Würzburg sind geprägt vom Wechselspiel zwischen Muschelkalk, Lettenkeuper und den quartären Mainterrassen – eine Abfolge, die den Baugrund oft unberechenbar macht. Anders als ein reines Bohrverfahren liefert eine Schürfgrube den unverstellten Einblick in das Gefüge: Schichtneigungen, Kluftsysteme und Verwitterungszonen lassen sich direkt am freigelegten Profil ansprechen. Für Bauvorhaben in den Hanglagen oberhalb der Altstadt oder in den Auenbereichen des Mains ist diese Aufschlussmethode oft die einzige Möglichkeit, um die tatsächliche Tragfähigkeit des Untergrundes sicher zu beurteilen. Die visuelle Begutachtung der Schichtgrenzen ergänzt dabei die punktuelle SPT-Bohrung, deren Ergebnisse durch die Profilaufnahme kalibriert werden können.

Ein Schurfprofil ersetzt keine Annahme: Es zeigt Schichtneigung, Wasserzutritt und Verwitterungsgrad im ungestörten Verband – entscheidend für jede Hangsicherung.

Angewandte Methodik in Wurzburg

Ein häufiger Fehler bei Baugrunduntersuchungen in den Würzburger Hanglagen ist die Annahme homogener Festgesteinseigenschaften. Der Lettenkeuper neigt zu schichtparallelem Wasserzutritt und entfestigt saisonal entlang der Trennflächen – ein Befund, der sich aus Bohrklein allein kaum ableiten lässt. Erst der manuelle Schurf mit sorgfältiger Profilreinigung macht die Tiefenlage des Verwitterungshorizonts zweifelsfrei erkennbar. Die Probenahme erfolgt gestört und ungestört direkt aus der Schürfgrubenwand; die Entnahme von Sonderproben für Korngrößenanalysen und Atterberg-Grenzen vervollständigt das bodenmechanische Bild. Unsere Dokumentation folgt konsequent DIN 4023 und liefert dem Tragwerksplaner die Eingangsgrößen für den Lastabtrag im Hang.
Schürfgruben in Würzburg: Geotechnische Aufschlüsse für den Baugrund
Schürfgruben in Würzburg: Geotechnische Aufschlüsse für den Baugrund
ParameterTypischer Wert
Maximale Schürftiefe (Leitungsfrei)bis 4,0 m
Profilaufnahme nachDIN 4023 / DIN EN ISO 22475-1
Probenahmegestört und ungestört (Sonderproben)
Dokumentationfotografisch, zeichnerisch, Lageskizze
BaustellensicherungVerbau nach DIN 4124
Wasserhaltungoffene Pumpensümpfe oder Vakuumlanzen
Typische Dauer (inkl. Vorbereitung)1–2 Arbeitstage pro Schurf

Demonstration video

Lokale geotechnische Bedingungen in Wurzburg

Die Einhaltung der DIN 4124 ist bei Schürfgruben in Würzburg nicht verhandelbar: Die steilen Hanglagen oberhalb des Mains erzeugen selbst bei geringen Aushubtiefen hohen Erddruck auf die Schurfwand. Ein Verbauverzicht oder unzureichend dimensionierte Aussteifung kann in den verwitterungsanfälligen Keuperschichten zu einem Böschungsbruch führen – mit Folgen für angrenzende Bestandsbebauung, die in der dicht besiedelten Altstadtumgebung oft nur wenige Meter entfernt liegt. Hinzu kommt die Gefahr von Schichtwasserzutritten nach Starkregen, die eine ungeplante Einstauung der Grube verursachen und die Profilaufnahme unmöglich machen. Unser Team sichert jede Grube mit einem standsicherheitsberechneten Verbau und führt vorab eine Leitungserkundung durch, um Bestandsmedien zu schonen und die Arbeitssicherheit auf der beengten Würzburger Baustelle zu gewährleisten.

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Anwendbare Normen: DIN 4023: Baugrund- und Wasserbohrungen – Zeichnerische Darstellung der Ergebnisse, DIN EN ISO 22475-1: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahmeverfahren, DIN 4124: Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten

Unsere Leistungen

Unser geotechnisches Leistungsspektrum rund um die Schürfgrube in Würzburg deckt alle Schritte vom Aufschluss bis zur Laborauswertung ab:

Schürfgrubenaufschluss mit Profilaufnahme

Maschineller oder manueller Aushub, fachgerechter Verbau, Reinigung der Profilwand und vollständige geologische Aufnahme nach DIN 4023.

Probenahme und bodenmechanische Klassifikation

Entnahme gestörter und ungestörter Proben, direkte Übergabe ins geotechnische Labor für Korngrößenanalyse, Konsistenzgrenzen und Scherversuche.

Dokumentation und gutachterliche Bewertung

Fotodokumentation, Schichtenverzeichnis und Einbindung der Schurfprofile in das Baugrundmodell mit Aussagen zu Tragfähigkeit und Versickerungseignung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Schürfgrube in Würzburg?

Die Kosten für einen Schürfgrubenaufschluss in Würzburg liegen typischerweise zwischen €450 und €670, abhängig von Tiefe, Verbauaufwand und erforderlicher Wasserhaltung. In Hanglagen mit schwer zugänglicher Zufahrt kann der Aufwand höher ausfallen. Das Angebot umfasst den Aushub, die Profilaufnahme und die Entnahme von Standardproben; Laborkosten werden separat ausgewiesen.

Bis zu welcher Tiefe ist eine Schürfgrube sinnvoll?

In den Würzburger Keuperböden arbeiten wir wirtschaftlich bis etwa 4,0 m Tiefe. Darüber hinaus wird meist eine Bohrkampagne effizienter, weil der Verbauaufwand und die Wasserhaltung exponentiell zunehmen. Für tiefere Aufschlüsse kombinieren wir daher Schürfe mit SPT- oder Kernbohrungen, um ein lückenloses Bodenprofil zu erhalten.

Wie lange bleibt die Schürfgrube geöffnet?

Ein Schurf bleibt in der Regel ein bis zwei Arbeitstage offen: Tag eins für Aushub, Verbau und Profilreinigung, Tag zwei für die detaillierte Aufnahme und Probenahme. Anschließend wird die Grube mit dem Aushubmaterial lagenweise wiederverfüllt und verdichtet, sodass die Fläche umgehend weitergenutzt werden kann.

Brauche ich für die Schürfgrube eine Genehmigung?

Im Stadtgebiet Würzburg ist vor Aufschlussbeginn eine Leitungserkundung bei den Versorgern einzuholen. Bei Eingriffen ins Grundwasser kann eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich sein. Wir kümmern uns um die Koordination mit den Spartenträgern und bereiten die Unterlagen für eventuelle Genehmigungsverfahren vor, sodass Sie als Bauherr entlastet sind.

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