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Wurzburg, Germany

CBR-Studie für den Straßenentwurf in Würzburg: Bodentragfähigkeit nach RStO sichern

Ein häufiger Fehler bei Bauvorhaben im Würzburger Stadtgebiet ist die Annahme, der Muschelkalk stehe überall oberflächennah an. In den Tallagen des Mains, etwa in der Zellerau oder entlang der Nürnberger Straße, liegen jedoch oft mehrere Meter mächtige Auenlehme, deren geringe Tragfähigkeit einen konventionellen Straßenoberbau ohne vorherige Prüfung scheitern lassen. Die CBR-Studie für den Straßenentwurf liefert den entscheidenden Kennwert, um die Dicke des frostsicheren Oberbaus wirtschaftlich zu dimensionieren. Wer im Raum Würzburg Kostenrisiken durch Nachverdichtung oder Spurrillenbildung vermeiden will, muss den CBR-Wert im Vorfeld prüfen lassen. Unser Labor führt den Versuch nach DIN EN 13286-47 durch und erstellt in Kombination mit der Korngrößenanalyse ein vollständiges bodenmechanisches Profil für den Erd- und Straßenbau.

Der CBR-Versuch bildet das Last-Verformungsverhalten des Untergrunds unter Radlasten ab und ist die Basis jeder wirtschaftlichen Oberbaubemessung nach RStO.

Angewandte Methodik in Wurzburg

Die Bestimmung der CBR-Tragfähigkeit im Labor erfordert einen zylindrischen Probenkörper von 152 mm Durchmesser, der in einem speziellen CBR-Topf lagenweise eingebaut und mit einem Stempel von 50 mm Durchmesser und einer konstanten Vorschubrate von 1,27 mm/min belastet wird. Wir messen die Eindringkraft bei 2,5 mm und 5,0 mm Eindringtiefe und setzen sie ins Verhältnis zu einer Standardreferenz. Da der Mainfränkische Muschelkalk im Stadtgebiet Würzburgs oft verwitterungsbedingt tonig-schluffige Zersatzzonen bildet, muss die Probe zuvor nach ZTV E-StB exakt auf den optimalen Wassergehalt und die geforderte Verdichtung (in der Regel 100 % der einfachen Proctordichte) eingestellt werden. Nur so lässt sich die Tragfähigkeit des Planums und des Frostschutzmaterials realistisch abbilden, was für die Einhaltung der Verformungsmodul-Vorgaben auf der Baustelle unerlässlich ist.
CBR-Studie für den Straßenentwurf in Würzburg: Bodentragfähigkeit nach RStO sichern
CBR-Studie für den Straßenentwurf in Würzburg: Bodentragfähigkeit nach RStO sichern
ParameterTypischer Wert
Norm für die ProbenvorbereitungDIN EN 13286-2 (Proctordichte)
Durchmesser Prüfstempel50 mm
Vorschubgeschwindigkeit1,27 mm/min
Referenzdruck bei 2,5 mm13,7 kN (100 % CBR)
Übliche Verdichtungsstufe100 % einfache Proctor-Dichte
Wasserlagerung vor Prüfung4 Tage (Simulation Sättigung)
AuswertungsgrößeCBR1 (Oberkante) und CBR2 (Unterkante)

Lokale geotechnische Bedingungen in Wurzburg

Die Bodenverhältnisse in Würzburg sind ein Spiegel der Geologie des Maindreiecks: Während die Hanglagen oberhalb der Festung Marienberg oft von flachgründigen Verwitterungsböden über Kalkstein geprägt sind, dominieren im Heidingsfeld und entlang der Mainwiesen mächtige, setzungsempfindliche Ton- und Schluffschichten. Eine CBR-Studie für den Straßenentwurf, die diese Unterschiede ignoriert, führt in den weichen Auenböden zu einer massiven Unterbemessung des Oberbaus, was sich innerhalb weniger Frost-Tau-Wechsel in tiefen Spurrillen und Netzrissen äußert. Umgekehrt kann auf den steifen Kalkverwitterungslehmen der Hochfläche eine zu konservative, nicht durch CBR-Werte abgesicherte Dimensionierung die Baukosten unnötig in die Höhe treiben. Die genaue Kenntnis des CBR-Wertes erlaubt es, den Straßenaufbau millimetergenau an die lokale Tragfähigkeit anzupassen und teure Nachträge zu vermeiden.

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Anwendbare Normen: DIN EN 13286-47: Prüfverfahren zur Bestimmung des CBR-Wertes, RStO 12: Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, ZTV E-StB: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen im Erdbau, TL SoB-StB: Technische Lieferbedingungen für Baustoffgemische

Unsere Leistungen

Neben der reinen Laborprüfung bieten wir eine ingenieurmäßige Begleitung des gesamten Prozesses der Oberbaubemessung an, um die Schnittstelle zwischen Bodengutachten und Straßenplanung zu schließen. Unsere Leistungen umfassen die Entnahme gestörter und ungestörter Proben im Stadtgebiet Würzburg sowie die statistische Auswertung der Tragfähigkeitskennwerte.

CBR-Wert im Labor nach DIN EN 13286-47

Durchführen des CBR-Versuchs an aufbereiteten Proben aus dem Planum oder Frostschutzmaterial, inklusive Proctordichte-Vorversuch und Ermittlung des Verdichtungsgrads.

Probenentnahme und Baustellenlogistik

Entnahme von gestörten Bodenproben direkt vom Planum oder aus dem Frostschutzkoffer im Großraum Würzburg, fachgerechter Transport ins Labor und Einhaltung der vorgegebenen Einbaufristen.

Oberbau-Dimensionierung nach RStO 12

Ableitung der Belastungsklasse und Festlegung des frostsicheren Gesamtaufbaus basierend auf den ermittelten CBR-Werten und der örtlichen Frosteinwirkungszone.

Häufige Fragen

Wann ist ein CBR-Test für den Straßenbau in Würzburg zwingend erforderlich?

Die CBR-Studie für den Straßenentwurf ist immer dann erforderlich, wenn die Tragfähigkeit des Untergrunds nach RStO 12 rechnerisch nachgewiesen werden muss. Das betrifft alle Neubauten von Straßen der Belastungsklassen Bk0,3 bis Bk100 sowie Erneuerungen im Tiefbau, wenn der frostsichere Oberbau dimensioniert wird. In den Auenböden Würzburgs ist der Test unverzichtbar, da hier ohne Nachweis keine Freigabe durch die kommunale Tiefbauaufsicht erfolgt.

Welche Kosten muss ich für eine CBR-Studie in Würzburg einkalkulieren?

Für eine einzelne CBR-Prüfung inklusive Probenvorbereitung und Proctordichte-Vorversuch liegen die Kosten im Raum Würzburg typischerweise zwischen €160 und €240. Der genaue Betrag hängt von der Anzahl der zu prüfenden Proben und dem Aufwand der Probenaufbereitung ab, etwa wenn stark steinige Muschelkalk-Verwitterungsböden vorliegen.

Kann der CBR-Wert auch direkt auf der Baustelle gemessen werden?

Der CBR-Versuch im Labor ist die genaueste Methode. Vor Ort kann ergänzend der Plattendruckversuch durchgeführt werden, der den dynamischen Verformungsmodul Evd liefert und eine flächige Qualitätskontrolle des Planums erlaubt. Für die rechnerische Dimensionierung des Oberbaus ist jedoch der Labor-CBR-Wert nach DIN EN 13286-47 maßgebend, da er das Langzeitverhalten nach Wassersättigung abbildet.

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