Würzburg liegt auf rund 177 m ü. NHN im Maindreieck, dessen Untergrund von den Wechselfolgen des Oberen Muschelkalks und des Unteren Keupers geprägt wird. Die Talauen entlang des Mains bestehen dagegen aus bis zu 15 m mächtigen quartären Sanden, Kiesen und Auelehmen, die für eine Flachgründungsbemessung völlig andere Randbedingungen schaffen als die anstehenden Felshorizonte der Hanglagen. Wer im Stadtgebiet ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienhaus oder einen Gewerbebau plant, muss die teilweise stark variierenden Steifemoduln und die oft nur geringmächtigen tragfähigen Schichten über verwittertem Fels präzise erfassen. Das Baugrundrisiko liegt hier weniger in uniformen Setzungen als vielmehr in differentiellen Verformungen, die bei unzureichender Erkundung Risse im aufgehenden Mauerwerk verursachen können. Unser Team führt die erforderlichen Baugrundaufschlüsse mit schwerem Bohrgerät und Rammsondierung durch und leitet daraus die charakteristischen Bodenkennwerte ab, die eine normkonforme Flachgründungsbemessung nach EC 7 für Streifen- und Einzelfundamente ermöglichen. Ergänzend zur direkten Aufschlussbohrung setzen wir den CPT-Versuch ein, wenn in den quartären Talablagerungen ein lückenloses Profil des Spitzendrucks und der Mantelreibung gefordert ist.
Tragfähigkeitsnachweise für Flachgründungen im Stadtgebiet Würzburg erfordern eine getrennte Betrachtung der quartären Talfüllung und der anstehenden Festgesteine des Muschelkalks.
Angewandte Methodik in Wurzburg

Lokale geotechnische Bedingungen in Wurzburg
Die Nachweise nach DIN EN 1997-1 und DIN 1054 verlangen für Würzburg eine sorgfältige Bewertung des geologischen Schichtwechsels zwischen quartären Lockergesteinen und triassischem Festgestein. Das größte geotechnische Risiko entsteht durch lokal begrenzte Verwitterungstaschen im Oberen Muschelkalk, die mit Ton und Kalksteinbruch verfüllt sind und bei unzureichender Erkundung zu Setzungsdifferenzen von mehr als 2 cm zwischen benachbarten Fundamenten führen können. In den Mainauen kommt zusätzlich die Gefahr von saisonalen Grundwasserspiegelschwankungen hinzu, die bei bindigen Böden Konsolidierungssetzungen über Jahre hinweg verzögern. Eine Flachgründungsbemessung, die diese Randbedingungen ignoriert, produziert Bauwerksschäden, deren Sanierungskosten ein Vielfaches einer ordentlichen Baugrunderkundung betragen. Wir empfehlen daher bei jedem Neubau mindestens zwei direkte Aufschlüsse mit durchgehender Kerngewinnung und eine begleitende Rammsondierung zur flächigen Absicherung der Homogenbereiche.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum für die Bemessung von Flachgründungen deckt alle geforderten Nachweise ab – von der ersten Baugrunderkundung über die Laboranalyse bis zur unterschriftsreifen statischen Berechnung.
Baugrunderkundung und Laborversuche
Durchführung von Kleinbohrungen, Rammsondierungen und Baggerschürfen im Stadtgebiet Würzburg mit anschließender Klassifikation der Böden im akkreditierten Labor. Ermittlung von Wichte, Kohäsion und Reibungswinkel für die Bemessung.
Setzungs- und Grundbruchnachweis
Berechnung der Setzungen für Streifen- und Einzelfundamente nach dem Steifemodulverfahren (DIN 4019) sowie Grundbruchnachweis mit Teilsicherheitsbeiwerten nach DIN 1054.
Geotechnischer Bericht nach EC 7
Zusammenstellung aller Erkundungsergebnisse, Kennwerte und rechnerischen Nachweise in einem prüffähigen Geotechnischen Bericht der Kategorie 2 für Flachgründungen.
Häufige Fragen
Welche Bodenkennwerte sind für eine Flachgründungsbemessung in den Mainauen entscheidend?
In den quartären Talfüllungen der Würzburger Mainauen sind vor allem der Steifemodul Es, die undränierte Scherfestigkeit cu der bindigen Auelehme und die Lagerungsdichte der sandig-kiesigen Horizonte maßgebend. Da diese Böden oft organische Beimengungen enthalten, bestimmen wir zusätzlich den Glühverlust, um das Setzungspotenzial realistisch abschätzen zu können. Die Werte für Es liegen hier typischerweise zwischen 8 und 25 MN/m², was eine sorgfältige Festlegung der zulässigen Sohlspannung erforderlich macht.
Mit welchen Kosten muss ich für eine Flachgründungsbemessung in Würzburg rechnen?
Für eine vollständige Flachgründungsbemessung inklusive Baugrunderkundung, Laborversuche und Geotechnischem Bericht liegen die Kosten in Würzburg je nach Aufschlussumfang zwischen 1.830 € und 2.910 €. Der genaue Betrag hängt von der Anzahl der Bohrungen, der Erkundungstiefe und dem erforderlichen Laborprogramm ab. Wir erstellen vorab ein detailliertes Angebot, das alle Leistungspositionen transparent ausweist.
Warum reicht eine Rammsondierung allein für die Bemessung eines Einfamilienhauses nicht aus?
Die Rammsondierung liefert Schlagzahlen, die einen indirekten Rückschluss auf die Lagerungsdichte erlauben, jedoch keine Proben für die direkte Bodenansprache oder Laborversuche. Für eine Flachgründungsbemessung nach EC 7 benötigt man aber Scherparameter (φ‘, c‘) und Steifemoduln, die nur aus gestörten und ungestörten Proben im Labor bestimmt werden können. Gerade in Würzburg mit seinen kleinräumigen Wechseln zwischen Felszersatz und Auelehm ist die Kombination aus direkter Bohrung und Rammsondierung unverzichtbar.