Die DIN 4123 und die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben sind in Würzburg nicht nur graue Theorie. Der Muschelkalk, der die Kuppen und Hänge der Stadt trägt, wechselt sich hier kleinflächig mit den tonig-schluffigen Verwitterungsböden des Oberen Muschelkalks ab. Wer an den Talflanken oberhalb des Mains oder in der dicht bebauten Altstadt eine Baugrube plant, braucht eine Überwachung, die diese geologischen Sprünge kennt. Unser Team begleitet den Aushub messtechnisch vom ersten Löffelschnitt bis zur Freigabe der Bodenplatte. Die Erfahrung aus zahlreichen Projekten im Stadtgebiet – vom Frauenland bis Heidingsfeld – zeigt: Die Setzungsempfindlichkeit der Nachbarbebauung wird oft unterschätzt. Wir liefern die Daten, die Bauleiter und Tragwerksplaner für sichere Entscheidungen brauchen. Eine Korngrößenanalyse der anstehenden Schichten hilft uns, das Verformungsverhalten frühzeitig einzuschätzen und das Messprogramm darauf abzustimmen.
Ein Messbolzen am Nachbarhaus sagt mehr über die Standsicherheit Ihrer Baugrube als jede Berechnung am Schreibtisch.
Angewandte Methodik in Wurzburg

Lokale geotechnische Bedingungen in Wurzburg
Die Zerstörung Würzburgs im März 1945 hat das Stadtbild tief geprägt. Der Wiederaufbau schuf eine Mischung aus historischen Gewölbekellern und moderner Blockbebauung, oft auf Trümmerschutt gegründet. Diese künstlichen Auffüllungen sind notorisch setzungsanfällig. Eine unzureichend überwachte Baugrube riskiert hier nicht nur Risse im eigenen Bauwerk, sondern einen massiven Vertrauensverlust in der Nachbarschaft – und juristische Folgen. Der Bauherr haftet für Schäden an angrenzenden Gebäuden, wenn das Beweissicherungsverfahren lückenhaft ist. Wir sichern diesen Prozess lückenlos ab und stellen die Daten so dar, dass sie auch vor Gericht Bestand haben. Ein weiteres lokales Risiko sind die Karsthohlräume im Muschelkalk: Ein plötzlicher Verbruch während des Aushubs kann ohne ein engmaschiges Monitoringsystem zur Katastrophe führen.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum in Würzburg deckt die gesamte messtechnische Kette ab – von der ersten Nullmessung bis zur Endabnahme.
Verformungs- und Setzungsmonitoring
Kontinuierliche Überwachung von Verbauwänden, Ankern und Nachbargebäuden mittels elektronischer Schlauchwaagen und geodätischer Netzmessung. Inklusive Beweissicherung an sensibler Altstadtbebauung.
Erschütterungsmessung nach DIN 4150
Überwachung der Erschütterungsimmissionen beim Ausbruch von Muschelkalk oder beim Einbringen von Spundwänden im innerstädtischen Bereich. Schutz von empfindlicher Technik und historischer Substanz.
Häufige Fragen
Muss ich in Würzburg bei jeder Baugrube eine Überwachung durchführen lassen?
Nicht jede kleine Baugrube braucht ein Vollprogramm. Sobald aber Nachbarbebauung im Einflussbereich liegt oder die Baugrubentiefe 3 Meter überschreitet, verlangen die Standsicherheitsnachweise nach EC 7 und DIN 4123 in der Regel ein messtechnisches Monitoring. In den Hanglagen Würzburgs mit bewegungsempfindlichen Böden raten wir auch bei geringeren Tiefen zu einer reduzierten Überwachung mit Setzungsbolzen.
Was kostet eine Baugrubenüberwachung in Würzburg ungefähr?
Für ein übliches innerstädtisches Bauvorhaben mit 3 Monaten Überwachungsdauer liegen die Kosten zwischen €680 und €2.550. Der Preis hängt von der Anzahl der Messpunkte, der Häufigkeit der Messungen und dem Aufwand für die Beweissicherung ab. Wir erstellen Ihnen ein Festpreisangebot nach einer kurzen Ortsbesichtigung.
Wie schnell liegen die Messergebnisse nach dem Aushub vor?
Die Rohdaten liegen sofort nach der Messung vor. Die ausgewerteten Setzungsdiagramme und der Soll-Ist-Vergleich mit den Prognosewerten gehen dem Bauleiter noch am selben Tag per E-Mail zu. In kritischen Aushubphasen können wir auf Wunsch ein Live-Dashboard für die Baustelle bereitstellen. Mehr Info.